Aktuelles
Januar 2026
Wie keimt Typha?
von Berit Krondorf (Kommentare: 0)
Neue Broschüre
27/01/2026 Andre Jansen wollte herausfinden, wie Typha keimt und was dies für die Zukunft der Paludikultur bedeutet – einer klimafreundlichen Form der Landwirtschaft auf wiedervernässten Mooren. Denn feuchte Landwirtschaft kann zum Schutz der Moore beitragen und gleichzeitig wertvolle Biomasse produzieren!
Das Ergebnis: Die Broschüre „The germination of Typha species” ist jetzt online verfügbar! Basierend auf einer umfangreichen Literaturrecherche übersetzt sie ökologisches Wissen in praktische Erkenntnisse für eine nachhaltige Landnutzung und -renaturierung.
Fünf wichtige Erkenntnisse:
1️⃣ Typha-Arten produzieren enorme Mengen an keimfähigen Samen, wodurch die Aussaat eine vielversprechende und kostengünstige Alternative zum Pflanzen darstellt.
2️⃣ Der Wasserhaushalt ist der entscheidende Faktor: Schwankende Wasserstände beeinflussen die Keimung und die Etablierung der Sämlinge stark.
3️⃣ Typha-Samen keimen unter den richtigen Bedingungen schnell und zuverlässig, insbesondere bei ausreichender Licht- und Temperaturversorgung.
4️⃣ Die Fähigkeit der Arten, dauerhafte Samenbanken zu bilden, ermöglicht eine schnelle Besiedlung nach Wiedervernässung.
5️⃣ Das Verständnis der Keimungsökologie ist für eine erfolgreiche Paludikultur und den Schutz von Mooren unerlässlich.
📖 Erfahren Sie mehr in der vollständigen Broschüre
PV auf Mooren könnte noch besser sein...
von Berit Krondorf (Kommentare: 0)
wenn sie nass wären
06/01/2026 Gute Maßnahme, falscher Ort: Mehr Treibhausgasemissionen als durch nachhaltige Energie eingespart – so sieht die Treibhausgasbilanz von Solarenergie auf entwässerten Mooren in Deutschland bislang aus, wie diese neue Studie im Journal Nature zeigt: Greenhouse gas balance of solar parks built on peatlands in Germany.
Stattdessen könnte es viel besser sein und Solar-PV auf Mooren sogar noch grüner, wenn ... sie nass wären! Durch die Wiedervernässung werden die CO2-Emissionen aus entwässerten Mooren fast sofort gestoppt und somit verhindert, dass die Schäden durch die fortgesetzte Torfoxidation den Nutzen einer sauberen Energieerzeugung übersteigen.
„Neu befeuchtete Moorgebiete mit entsprechend gestalteten Solarparks könnten einen kombinierten Nutzen haben und ein großes Potenzial zur Eindämmung des Klimawandels erschließen“, sagt Co-Autor Carl Pump von der Universität Greifswald. „Aber nur mit einer intelligenten und sorgfältigen Planung – idealerweise in Zusammenarbeit mit allen relevanten Interessengruppen und Behörden.“
Bis Dezember 2023 wurden bereits 165 Solarparks auf Moorflächen mit einer installierten Gesamtleistung von 643 MWp gebaut. Im Durchschnitt versorgen sie 200.000 Haushalte pro Jahr mit Strom. Aufgrund der allgemein niedrigeren Bodenwerte wurden Moorflächen in der Vergangenheit möglicherweise sogar bevorzugt. Eine beträchtliche Anzahl dieser Anlagen erhält Einspeisevergütungen. Seit 2023 ist es verboten, Einspeisevergütungen für neue Solarparks zu erhalten, die auf entwässerten Mooren errichtet wurden, wodurch diese weitgehend unrentabel werden.
Die Kernaussagen der Studie:
- Keine neuen Solarparks auf entwässerten Mooren!
- PV-Anlagen auf wiedervernässten Moorflächen können einen wesentlichen Beitrag zur Energiewende leisten!
- Durch die zusätzliche Wiedervernässung des Moors neben der PV-Anlage können die Emissionswerte pro kWh noch positiver ausfallen.
- Wiedervernässte Moor-PV-Anlagen könnten auch Teil der Landnutzungsumstellung zur Wiedervernässung von Mooren sein.








